Abwechslung im USA-Austausch wird nicht nur durch das Besuchen vieler schöner Städte oder den unterschiedlichen Tagesausflügen geboten – auch die Schulbank der Spartanburg Day School wird fleißig von uns gedrückt.
Der Schulalltag hier unterscheidet sich in vielen Bereichen von unserem. Das merkt man schon morgens: Während der Unterricht bei uns regulär um 7:55 Uhr beginnt, können die meisten Schüler noch etwas länger schlafen – Unterrichtsbeginn ist um 8:30 Uhr. Ab dann beginnen die verschiedenen Unterrichtsstunden, auch „Blocks” genannt. Davon hat man 5 Stück pro Tag, die jeweils eine volle Stunde dauern.
Nach den ersten zwei Fächern begeben sich die Schüler zur „Assembly”, wo sowohl Schüler als auch Lehrer wichtige Informationen oder Ankündigungen weitergeben können.
Nach der dritten Stunde und einer Phase zur Eigenarbeit, dem sogenannten „MAC”, geht es mit einer 30-minütigen Mittagspause in der Cafeteria weiter. Anschließend finden noch zwei weitere Blocks statt. Schulende ist dann um 15:15 Uhr. Jedoch nehmen viele Schüler an zusätzlichen Aktivitäten wie Volleyball, Cheerleading, Football, Theater oder dem Schulgarten teil. Dadurch kommen viele Schüler erst abends nach Hause.


Auch der Unterricht an sich unterscheidet sich maßgeblich von unserem. Die Schüler haben die Möglichkeit, ihre Fächer aus einer viel größeren Bandbreite zu wählen. Statt dem allgemeinen Fach „Geschichte” , gibt es verschiedene Fachbereiche wie „European History” oder „American History”‘, sowie auch verschiedene Anforderungsniveaus, wobei Schüler durch „AP”-Kurse schon auf der Highschool College Credits sammeln können. Auch Fächer wie „Health Sciences”‘, „Psychology” oder „Enviromental Science” gehören zum Schulalltag. Ebenso sind die Klassengrößen anders. Wir durften an Klassen mit 2 bis ca. 10 Schülern teilnehmen. Dadurch ist die Betreuung der Schüler durch die Lehrer besser und individueller. Das ist deutlich am Schüler-Lehrer-Verhältnis zu erkennen. Die Atmosphäre ist viel entspannter, es gibt mehr Zeit für Fragen zum Unterrichtsstoff und die Beziehungen zwischen Lehrern und Schülern wirken fast freundschaftlich.

Im Allgemeinen gibt es noch viele weitere Unterschiede wie den freien Umgang mit dem Smartphone im Schulgebäude oder dem größeren Fokus auf Sport und Musik. Dabei entsteht eine größere Verbundenheit mit der Schule und ein ganz eigener „Schulspirit”. Ingesamt ist der Schulbesuch für uns eine lehrreiche und überraschende Erfahrung